Bildende Kunst
Die Bildende Kunst ist der Oberbegriff für die visuelle Kunst. Dazu zählen insbesondere die Malerei, Bildhauerei, Fotokunst, das Kunsthandwerk, aber auch das Einbeziehen neuer Medien. Die Bildende Kunst steht dafür, dass sie für sich selbst wirkt, ohne dass Dritte auf die Präsentation Einfluss nehmen müssen – wie es zum Beispiel bei der darstellenden Kunst (z.B. Theater, Schauspiel, Musik) der Fall ist. Dadurch hat die Bildende Kunst auch Bestand. Man kann die bildende und darstellende Kunst auch mit der Wirtschaft vergleichen: während bei der Bildenden Kunst ein Produkt erzeugt wird (das Bild), das existiert solange es niemand zerstört, lebt die darstellende Kunst eher für den Moment, kann mit einer Dienstleistung verglichen werden (die Aufführung).
Die Malerei
Die Bedürfnis, sich künstlerisch auszudrücken, hatten wohl bereits unsere Vorfahren – Zeugnisse hiervon sind Höhlenmalereien, die über Jahrtausende hinweg erhalten blieben und noch heute an verschiedenen Standorten (primär Museen) bewundert werden können. Auch die alten Ägypter nutzten Bauwerke, um Legenden und Alltagsgeschichten gleichermaßen für die Ewigkeit festzuhalten. Auch die katholische Kirche ließ ihre Decken und Wände künstlerisch gestalten, um Geschichten aus der Bibel bildlich darzustellen. Die Malerei, wie wir sie heute in Museen und auf Ausstellungen bewundern können, ist mobiler und primär wurden Leinwände bemalt – mit Ölfarben oder auch Acrylfarben. Die Malerei lässt sich in mehrere Kunstepochen einteilen: Barock, Renaissance, Realismus, Moderne etc. Jede Epoche hat seine großen Künstler, deren Kunst heute und wohl auch in den kommenden Jahrhunderten unsterblich sein wird: Vincent Van Gogh, Leonardo Da Vinci, Michelangelo, Picasso. In vielen Gemälden hat der Künstler versucht, Botschaften zu vermitteln, manchmal unterschwellig, manchmal offensichtlich. Andere Künstler sind aufgrund ihrer Fähigkeiten, realistisches brillant und künstlerisch darzustellen zu bekannt geworden. Manche waren bereits zu Lebzeiten berühmt, andere erst postmortem.
Fotokunst
Diese Form der Bildenden Kunst ist im Vergleich zur Malerei oder auch Bildhauerei relativ jung. Erst seit
Ungefähr hundert Jahren ist die Fotografie überhaupt für die breite Masse möglich, und die Fotokunst als Kunstform erst seit wenigen Jahrzehnten etabliert. Es gibt zahlreiche Fotokünstler – und nur wenige, die von ihren Fotos leben können – auch wenn sich dieser Teil der Kunstszene immer mehr etabliert. Die meisten Fotografen, die von ihren Werken leben, sind jedoch in der Wirtschaft aktiv – als Fotografen für Presse, Unternehmen und Privatleute, als Modefotografen oder Produktfotografen für Unternehmen oder in der Werbebranche. Die Fotokunst ist eine Weiterentwicklung der Bildenden Kunst, die auch in unserer Kultur wieder zu finden ist. Jeder kann Fotos machen – Digitalkameras, auch qualitativ hochwertige, sind erschwinglich und die digitale Fotografie macht es nicht mehr nötig, ein eigenes Fotolabor zu besitzen. Auch Motive gibt es unzählige, und der Fantasie ist bei der Fotokunst keine Grenzen gesetzt – sie sind auch einfacher umzusetzen als bei der Malerei oder Bildhauerei.
Bildhauerei
Skulpturen aus Stein und Holz, Metall, Plastik oder Beton – der Bildhauerei sind in Form, Farbe und Material keine Grenzen gesetzt – und somit auch nicht dem Künstler. Gerade diese Form der Kunst weist zahlreiche Zeugnisse alter Kulturen auf – in Form von Skulpturen aus Stein und Schnitzereien, die oftmals auch einen religiösen Hintergrund haben. Aber auch einige große Künstler, die aus der Malerei bekannt sind, haben sich mit der Bildhauerei beschäftigt – gerade die italienischen Künstler Leonardo Da Vinci und Michelangelo sind schöne Beispiele hierfür.
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