Kunst der jeweiligen Kulturen

Kulturen, die eine lange Tradition und Geschichte vorweisen können, die oftmals auch über Jahrtausende zurück liegt, warten mit einer Kunst auf, die ihre Geschichte erzählt und gut erhalten nicht nur aus historischem Gesichtspunkt einen großen Wert darstellt, sondern auch finanziell. Die Kultur – Güter der Mayas, Indianer, Chinesen, der alten Griechen, Ägypter, Römer oder auch Germanen und Wikinger, sind heute in Museen zu betrachten. Und zeigen teilweise auch auf, wie bewundernswert einfallsreich, sozial entwickelt und fingerfertig die damalige Bevölkerung war. Oftmals stellt die Kunst seiner Zeit religiöses oder auch alltägliches dar – was heute als antike Kunst gilt, wurde einst nicht unbedingt als Kunstobjekt geschaffen. Antike Vasen und Emporen beispielsweise waren simple Gebrauchsgegenstände und wurden im Alltag genutzt.

Sehr umfangreich und facettenreich ist die Kunst aus China. Auch hier sind zahlreiche Objekte über Jahrtausende bis heute erhalten. Nicht nur die der bildenden Kunst – also Malerei und Bildhauerei – sondern auch die Kaligrafie, Literatur, das chinesische Porzellan und Musik spielen in der Kultur Chinas eine große Rolle. Ebenso wie die Dynastien und ehemaligen (und jetzigen) Herrscher des kommunistischen Landes. Auch der Buddhismus spiegelt sich in der Kunst Chinas wider, in Form der zahlreichen Statuen und Plastiken.

Wer einmal Rom besucht hat, der erkennt die religiöse Dominanz gewisser Epochen in der Kunst. Nicht nur die großen Künstler wie Leonardo Da Vinci, Raffael und Michelangelo wurden von der Kirche beauftragt, Kirchen mit ihrer Kunst zu verzieren, in Form von Wand- und Deckengemälden oder Statuen. Die zahlreichen Kirchen und Kapellen in Rom und dem Vatikan sind voll von Kunst aus vergangenen Zeiten. Doch auch auf öffentlichen Plätzen, in Form von Statuen, Brunnen und an Gebäuden ist Kunst in Rom allgegenwärtig – und zeigt auf, wie groß die Bedeutung von Religion und Staat für die Kunst und Kultur der jeweiligen Zeit war. Denn die meisten Motive stellen religiöse und politische Größen und Situationen dar.

Es gibt aber auch eine Kultur, in der die Religion sich definitiv nicht in der Bildenden Kunst wieder findet: Im arabischen Raum, in dem der Islam als Religion dominiert, ist es undenkbar, die verehrten Propheten und auch Allah in Form von Bildern oder auch Plastiken / Statuen darzustellen – dies würde als Ketzerei gelten.

Kunst erzählt oftmals die Geschichte einer Kultur – sie erzählt vom Alltag, von verehrten Menschen und Göttern, und ist von großer historischer Bedeutung. Denn in Zeiten, in denen die Menschen noch nicht des Schreibens mächtig waren oder sie in einer gesellschaftlichen Schicht verweilten in der das Überliefern von Wissen durch aufschreiben und lesen sich noch nicht etabliert hat, dienten Zeichnungen, Bilder und auch die Musik zu Überlieferung von Wissen, Geschichten und Legenden an die nächste Generation. Einige Kulturen waren hier besonders aktiv – beispielsweise die Alten Ägypter. Sie verzierten ihre Bauwerke aus Stein mit zahlreichen Schriften und Zeichnungen, und verewigten sich somit für die Ewigkeit. Denn während die meisten Papyrus- Dokumente heute nicht mehr erhalten sind, können die Geschichten auf Stein nach und nach entziffert werden. Auch andere Kulturen wie die Majas schrieben ihre Geschichte in Stein, erbauten Pyramiden aus religiösen Zwecken und ermöglichten es somit den Historikern, aus diesen Bauwerken und Zeugnisse ihrer Kultur Schlüsse über das damalige Leben zu ziehen.

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